Geschichte der Tennisanlage

Die Tennisabteilung spielte seit ihrer Gründung 1931 bis ins Jahr 1959 auf der TGK-eigenen Anlage an der Talstraße neben der 1936 eröffneten Florian-Geyer-Halle - dort, wo sich heute die ESSO-Tankstelle befindet. Zunächst gab es nur einen Platz parallel zur Repperndorfer Straße (die in den 1930er Jahren mit der Eröffnung der neuen Mainbrücke zur Bundesstraße 8 wurde), der mit Kriegsbeginn nach und nach nicht mehr benutzt wurde.

Erst im Juli 1947 begann mit Genehmigung der Besatzungsmacht wieder der Spielbetrieb. Ab 1950 konnte auf 2 Spielfeldern gespielt werden. Der erste verfügte damit aber über keinen ausreichenden Auslauf mehr; beim zweiten (parallel zur Florian-Geyer-Halle) war beim Bau eine ölhaltige Schlacke als Untergrund verwendet worden, was zur Folge hatte, dass die Oberfläche nie richtig fest wurde.

Im Jahr 1953 wurden die 1. Kitzinger Herren Mannschaftsmeister von Unterfranken. (von links) E.O.Rühl, Heinz Frase, Hasso Hofmann, Kurt Geuder, Norbert Schurz und Erich Knappe stehen hier auf Platz 1, dem älteren Platz (fotografiert Blickrichtung stadteinwärts). Direkt im Hintergrund steht heute das Firmengebäude der Metzgerei Wachter. Links hinten ist das Logo der bereits bestehenden Shell-Tankstelle zu sehen. 

 

 

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Außerdem wurde die Lage neben der B8 zunehmend zum Problem, da der wachsende Verkehr für immer schlechtere Luft sorgte.

Vor dem Verbandsspiel gegen RW Bad Kissingen im Mai 1953 ehren die Herren Kurt Geuder, Norbert Schurz (verdeckt), Jürgen Branz, Erich Knappe und mit Erinnerungsgeschenk und Händedruck Hasso Hofmann ihren Mitspieler E.O.Rühl für seinen 50sten Einsatz für die Herrenmannschaft der Tennisabteilung. Im Hintergrund der 1950 gebaute 2. Platz, der höher lag und dem 1. Platz einiges an Auslauf wegnahm.

 

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1957 begannen bereits die Planungen für eine neue Anlage. Die langfristige Verpachtung des verkehrsgünstigen Geländes an eine Mineralölgesellschaft war die geniale Idee der Vorstandschaft und Grundstein für den Bau einer neuen Tennisanlage. Bei der Suche nach einem geeigneten Gelände war vorübergehend auch die Mondseeinsel ein Thema gewesen. Letztlich entschied man sich für den bereits ausgebeuteten Teil der Lehmgrube der damaligen Ziegelei Pavel & Becker. Die Ziegelei selbst befand sich in der Kaltensondheimer Straße stadtauswärts auf der linken Seite direkt neben der heutigen Bedachungsfirma Fessler. Einige Backsteingebäude davon bestehen dort heute noch. Und einige hundert Meter weiter stadtauswärts wurde auf der rechten Seite der Straße der benötigte Lehm abgebaut.

Bild oben und links: Adolf Eßl und Herbert Förster begutachten die Arbeit der US Soldaten, hier im Bereich, wo heute etwa der Sanitärtrakt des Clubheimes steht. Dort befand sich ein tiefer, von Quellwasser gespeister Teich, in dem sich Fische angesiedelt hatten. Der Teich wurde von der Army-Raupe zugeschoben und die Tiere vorher abgefischt
Die Verbindungen der Vorstandschaft zu den amerikanischen Truppen - einige Mitglieder der Tennisabteilung waren sogar dort beschäftigt - waren sehr hilfreich, erledigten die Truppen doch die beachtlichen Erdbewegungen nahezu zum Nulltarif.
 
 

Bild unten: beim Eröffnungsturnier musste man sich noch mit einem kleinen Stand für Essen und Getränke begnügen

Aber dann konnte von der Stadt Kitzingen eine nicht mehr genutzte Arbeitsdienstbaracke aus der Siedlung preisgünstig erworben werden, die auf dem bekannten Gelände wieder aufgebaut und renoviert wurde und zunächst als Platzwartwohnung und bis 1991 (!) komplett als Umkleiden und Clubheim diente. Der rechte Teil war nach dem Neubau der Sanitäranlagen 1991 noch bis 2007 Clubheim und Wirtsstube.

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1960er Jahre

50 Jungpappeln als Geschenk des Deutschen Pappelvereins umrahmten bald die Anlage.

Die nun komfortable 4-Platz-Anlage bot den zunächst knapp über 100 Mitgliedern ausreichend Spielmöglichkeit und immer mehr Tennisbegeisterte aus Kitzingen und den benachbarten Gemeinden (der nächste Tennisverein befand sich erst in Würzburg!) brachte der Abteilung in den 60er Jahren einen deutlichen Zuwachs. Bereits 1964 konnte Vorstand Klaus Streck stolz darauf hinweisen, dass die Tennisabteilung bereits die größte Abteilung innerhalb der Turngemeinde war. Klaus Streck war sowohl um die Geselligkeit unter den Mitgliedern, als auch um das Turniertennis sehr bemüht. Er war der Motor dafür, dass die Unterfränkischen Jugendmeisterschaften zwischen 1961 und 1972 durchgehend in Kitzingen stattfanden und bekleidete ab 1965 sogar das Amt des Bezirksjugendwartes. Im Jahre 1965 wurden als Höhepunkt dieser Zeit die Bayerischen Jugendmeisterschaften mit dem damals noch jungen späteren deutschen Spitzenspieler Karl Meiler (Erlangen) bei uns ausgetragen. Um die Anlage kümmerte sich sehr bald das Ehepaar Anni und Loni Burkert, die auch in die Wohnung in der Clubbaracke einzogen.

Dieses Bild zeigt den 1. Platzwart der neuen Anlage, Herrn Lindenthal, der sich wohl zuletzt auch schon um die beiden Plätze an der Florian-Geyer-Hall gekümmert hatte. Er sitzt auf dem Vorplatz des Clubheims und verfolgt das Spiel auf Platz 1.
Dieses Bild entstand beim Eröffnungsturnier der neuen Anlage, als der 1. Vorstand der Turngemeinde, Arnold Schetelig, zu den Teilnehmern sprach. Zweiter von rechts ist Hans Stängle, der bis zu seinem Tod im letzten Jahr (2019) unser ältestes Mitglied war. 4. von rechts ist der damals in Kitzingen spielende langjährige Bezirksleiter von Unterfranken, der Ochsenfurter Heinz Rack. Im Hintergrund die in intensivem Abbau befindliche Lehmgrube.

Hier sieht man die Lehmgrube noch besser. Vorne Dr. Willi Wolf am Netz auf Platz 1, hinten Erich Knappe auf Platz 2
Herbert Förster gibt auf der Terrasse neben dem Clubheim Instruktionen zum Turnierablauf. Man erkennt Klaus und Eike Streck (2. und 3. von links) sowie Helmut Buchinger und Hasso Hofmann (3. und 2. von rechts).

Von Platz 4 aus (der Fotograph stünde heute etwa mitten auf Platz 2 in der Tennishalle) erkennt man deutlich den See an der Kaltensondheimer Straße (dort, wo sich heute unser Parkplatz und Platz 3 befindet), der kurze Zeit später bereits verfüllt wurde, da ein amerikanisches Kind darin beim Spielen ertrunken war.
Bei den Unterfränkischen Jugendmeisterschaften 1961 stehen die Teilnehmer auf Platz 1 und lauschen Vorstand Klaus Streck bei seiner Ansprache. Im Hintergrund noch immer der See der Lehmgrube deutlich zu erkennen.

1962 bietet sich dieser Blick über Platz 3 und 4 (das Gelände, auf dem heute die Tennishalle steht): der See hinter den geparkten Autos ist mittlerweile verfüllt worden.
Blick von vor dem Clubheim über die Tennisanlage. Vorne Platz 1, dahinter Platz 4 und links daneben ist Platz 3 noch zu erahnen.

Das Bild entstand wohl Mitte bis Ende der 60er Jahre vor einer Siegerehrung der Unterfränkischen Jugendmeisterschaften. E.O. Rühl, Bezirkstrainer Harald von Falkenstein, Klaus Streck und OB Klemmert stehen schon berit. Es zeigt aber vor allem (als einziges noch vorhandeners Bild) Anni Burkert, die pflichtbewußt den Platz 1 nach dem Finale abzieht. An der Ecke der Terasse wächst bereits die Trauerweide.

 

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Tennistraining in den 60er Jahren. Bezirkstrainer Harald von Falkenstein kam einmal pro Woche von Schweinfurt nach Kitzingen, um Tennis zu lehren. Die Methoden waren damals freilich noch - wie das Tennis auch - gänzlich anders. Kitzinger Spieler wie Reinhard Eichler oder Norbert Henneberger sind aber durch seine Schule gegangen - und haben es nicht bereut.
Ein weiteres Farbbild aus dieser Zeit zeigt das Clubheim mit Vorplatz neben Platz 1

Mitte der 60er Jahre - die Pappeln wachsen schon - eine weitere Siegerehrung mit Offiziellen und Teilnehmern. Im Hintergrund der noch sehr nahe liegende Abhang der Lehmgrube. Auch die Thuja-Hecke am oberen Zaun wächst schon heran. Dahinter ist die Ballwand zu erkennen, die von beiden Seiten bespielbar war. Sie bildet heute übrigens die Seitenwand des Pumpenhauses.
Eine Gruppe Teilnehmer der Unterfränkischen steht vor der einen Seite der Ballwand. Die Oberfläche war wie ein Sandplatz hergerichtet und mit einer Steinrabatte eingefaßt.

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Zum Ende der 60er Jahre begann die Anlage bereits zu klein zu werden: Eine Erweiterung wurde wiederum zum Thema. 1971 sollte die Tennisabteilung schon die 200-Mitglieder-Marke erreichen (die Turngemeinde hatte zu der Zeit übrigens 620 Mitglieder). Außerdem entstand der Wunsch nach einer Halle, um endlich auch den Winter über Tennis spielen zu können. Bestrebungen, die im Turnrat der Turngemeinde mit äußerstem Missfallen zur Kenntnis genommen wurden, zumal damals zeitgleich der Florian-Geyer-Platz instand gesetzt werden musste. Dies erledigte allerdings 1968 dann dankenswerter Weise die Stadt Kitzingen. Hinweis auf die nötigen anstehenden Arbeiten an der Anlage ist auch die Tatsache, dass man 1969 in der Tennisabteilung erstmals zusätzlich zum Abteilungsbeitrag eine Platzumlage einführen musste.

Ende der 60er Jahre auf Platz 3, etwa dort, wo sich heute Hallenplatz 3 befindet. Blick in Richtung Kaltensondheimer Straße. Adolf Eßl beim RH-Slice
Aufschlag auf Platz 1. Im Hintergrund der frühere Aufgang von der Kaltensondheimer Straße zum Clubheim. Der Zaun mit Türe steht heute noch.

Ingolf Klein beim Aufschlag auf Platz 1. Auf Platz 2 Kaja Thomas, die Enkelin von Oberbürgermeister Wilke
Adolf Eßl und Reinhard Eichler beim Doppel auf Platz 2. Im Hintergrund das (noch unbebaute) heutige Wohngebiet Am Essbach

Und noch ein Farbbild aus den 60ern. Adolf Eßl und Ron Underwood auf Platz 1 vor dem Finale um den Landrat-Schad-Pokal


 

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1970er Jahre

Die 70er Jahre sollte dann die Zeit des ersten großen Tennisbooms werden. Was sich der Tennissport jedoch ganz hartnäckig noch nicht nehmen lassen wollte, war die Bezeichnung „der Weiße“. Bei Turnieren gab es noch eine Weißpflicht und Zuwiderhandlungen wurden mit Disqualifikation geahndet. Auch in der Tennisabteilung wurde per Platzordnung versucht, das Spielen in Farbe (und auch das Spielen mit nacktem Oberkörper) zu untersagen. Andere Traditionen wurden aus Zweckmäßigkeit allerdings bereits aufgeweicht: 1973 wurde der Tie-Break eingeführt.

Mit Ingolf Klein (Beauftragter für die Schulen in Unterfranken) wurde 1970 ein weiterer Kitzinger in den Bezirksvorstand berufen und als Highlight in sportlicher Hinsicht holten die Kitzinger Juniorinnen die Bezirksmeisterschaft.

1971 war es dann so weit: über dem damaligen Platz 4 entstand eine Halle: Holzspangen trugen eine stabile Plastikhaut und ermöglichten ab November den Spielbetrieb während der Wintermonate.

Zwei Personen sollten für die nächste Zeit prägend für die Kitzinger Tennisanlage sein: speziell für Bau- und Instandsetzungsangelegenheiten hatte man Ziegeleibesitzer Willi Korbacher gewinnen können, dessen Familie sich Ende der 60er für das Tennis begeistert hatte. Im Jahr 1972 wurde Horst Schmidt zum Kassenwart gewählt. Er sollte bis weit in die 90er Jahre hinein die Geschicke der Anlage und auch die der Abteilung entscheidend beeinflussen.

Willi Korbacher war von 1971 bis 1982 für unsere Anlage federführend zuständig und tätig. Er legte nicht nur vorbildlich selbst Hand an, sondern war auch immer sehr großzügig, wenn die Tennisabteilung für diverse Baumaßnahmen Material oder Arbeitskräfte benötigte. Auf diesem Bild  walzt er Platz 3 neben der 1971 erbauten 1. Plastikhalle.
Horst Schmidt - hier rechts auf einem Bild aus dem Jahre 1983 - wurde 1972 Kassenwart und 1982 Vorstandsvorsitzender eines 5er-Gremiums als Nachfolger von Klaus Streck, der 30 Jahre lang 1. Vorstand der Tennisabteilung gewesen war. Er wurde 1994 abgelöst von Norbert Wittig und war danach noch eine Zeit lang als Revisor für die Turngemeinde tätig. Seiner Zielstrebigkeit und seiner Geduld war es u.a. zu verdanken, dass die Turngemeinde im Jahre 1983 ihrer Tennisabteilung eine 3-Feld-Halle baute.

Durch die guten Spielmöglichkeiten gab es natürlich auch immer wieder erfreuliche sportliche Erfolge. Einer der ersten war die Unterfränkische Pokalmeisterschaft der Juniorinnen im Jahre 1970. Gabi Schardt, Gisela Korbacher, Katrin Stenzel und Karin Kubecka schafften dieses Kunststück. Im Hintergrund Platz 3, links dahinter wächst schon eine der Birken am Ende der Treppe zur Terasse.

 

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1973 hatten wir schon über 250 Mitglieder und die 3 (+1) Plätze reichten hinten und vorne nicht mehr. Im Sommer in der stickigen Halle zu spielen war nicht unbedingt ein Vergnügen. Finanzielle Mittel waren in der TG allerdings noch immer knapp. Angemessene Abteilungsbeiträge wie in der Tennisabteilung gab es zum damaligen Zeitpunkt in den anderen Abteilungen noch nicht. Der vereinseigene Platz an der Jahnstraße war schon wieder dringend renovierungsbedürftig. Im Tennisvorstand fürchtete man, dass man schon wieder Aufnahmegebühren erheben müsse, falls man keine neuen Plätze dazu bekäme.

Im Sommer 1973 wurden dann weitere 4500qm Gelände in der inzwischen größer gewordenen Lehmgrube dazu gekauft. Im gleichen Jahr wurde eine Eigenleistung der Mitglieder eingeführt. Unglücklicherweise wurde auch bekannt, dass das Ehepaar Burkert als Platzwart aufhören wollte. Einen Nachfolger zu finden hielt man für schwierig, da die Wohnung in der Baracke sehr unattraktiv war und die bescheidene finanzielle Lage einen Neubau des Clubheims nicht zuließ. Ebenso nicht möglich war der Kauf einer erwünschten Ballmaschine oder gar die Umrüstung des Hallenplatzes auf einen Hartbelag. Letzteres überlegte man, weil man immer wieder die Erfahrung gemacht hatte, dass die Sandoberfläche - wohl wegen der niedrigen Temperaturen in der so gut wie nicht isolierten Halle- im Laufe der Wintermonate extrem litt. Erschwerend kam dann noch hinzu, dass man die Raumtemperatur für die Wintersaison 1973/74 wegen der damaligen internationalen Ölkrise auf 7 Grad Celsius festlegen musste!

In der Turngemeinde wurde 1974 über die Errichtung eines Mehrzweckplatzes u.a. mit 2 Tennisfeldern auf der Fläche der heutigen Plätze 6 und 7 nachgedacht, allerdings damals noch auf weit niedrigerem Höhenniveau.

Der Entwurf stammt von Mitglied Errnst Mölter. Er zeigt die gepanten 3 neuen Plätze. Im 2. Bauabschnitt sollte oberhalb der Ballwand ein Allwetterplatz entstehen, auf dem man auch hätte Tennis spielen können. Der 2. Bauabschnitt wurde aber dann nicht verwirklicht.

1974: Die Herren Erich Knappe, Clemens Kwossek, Hasso Hofmann, Ingolf Klein und Kurt Geuder am Netz von Platz 1, im Hintergrund die mittlerweile hoch gewachsenen Pappel und der Geräteschuppen vor dem noch nicht bebauten neuen Gelände.
Etwa aus dem gleichen Jahr das Doppel Ilse Korbacher und Elke Schmitt auf dem damaligen Platz 3 neben der Halle. Gut zu erkennen die Stützmauer hinter dem Platz und der Betonweg davor. Hinten die oberen Plätze 1 und 2 und der Geräteschuppen.

Das Blumenbeet oberhalb der Stützmauer wurde von einigen fleißigen Helfern wie Gertrud Rheindorf (der Schwester von Willi Korbacher) regelmäßig in Form gehalten.
Blick in die Halle: Ingolf Klein beim Schultennis mit einigen Junioren der Tennisabteilung. Vorne Christian Pachtner, links erkennt man Carsten Filla und Bernd Buchinger, rechts hinten Markus Kadgien. Die anderen beiden sind unbekannt.

Vorstand Klaus Streck bemühte sich stets um gute Beziehungen zu den anderen Abteilungen der Turngemeinde. Hier "duellierte" er sich auf Platz 2 mit dem damaligen Kopf der Handballabteilung, dem 1982 viel zu früh verstorbenen Hans Schneeberger, der auch Mitglied in der Tennisabteilung war.

1975 hatten wir 282 Mitglieder und die 3 neuen Plätze sollten endlich gebaut werden. Im Frühjahr war das Gelände bereits eingeebnet und man hoffte auf einen baldigen Baubeginn. In der Hoffnung auf zahlreichere Eigenleistung seitens der Mitglieder sollten auch keine Bitumenplätze entstehen.

Im Winter 74/75 wurde die Fläche für die 3 neuen Plätze planiert. Links im Hintergrund die Halle über dem damaligen Platz 4.
Der Fotograph begab sich auf den Weg "Am Essbach" und fing den Blick ein, der sich ihm von dort auf das Gelände bot. In der Lehmgrube wurde kein Lehm mehr abgebaut und sie hatte ihre maximale Ausdehnung bereits erreicht. Rechts erkennt man die Pappelreihe entlang der Auffahrt, dahinter schimmert rot Platz 2. Die Fläche für die neuen Plätze ist fertig eingeebnet. Im Vordergrund die Kaltensondheimer Straße

Noch vor dem Einebnen bot sich dieser Blick auf unsere Anlage: (Beobachtungspunkt liegt etwa da, wo sich jetzt der Zaun von Platz 3 zum Parkplatz befindet). Rechts die Halle mit dem kleinen Heizhaus. Zwischen Halle und Zaun zu den oberen Plätzen befand sich eine Mauer, davor war der Weg zur Halle und weiter hinauf zum Clubheim, oberhalb der Mauer war ein Beet mit Blumen.
Das Bild entstand auf dem heutigen Platz 4. Im Hintergrund das Clubhaus, links davon die von beiden Seiten bespielbare Mauer, ganz links ein Schuppen für Geräte.

Die neuen Plätze nach der Fertigstellung 1976

 

Nach dem Familienturnier 1977 erkennt man Peter Teichert und Christian Pachtner (das Siegerdoppel) sowie Harald Rügamer, der sich wohl für die Siegerschale interessierte. Im Hintergrund der jetzige Platz 5. Rechts daneben dem das Gelände noch nicht aufgeschüttet, nur dahinter (wo heute die Ballspielhalle steht) befand sich ein kleiner Hang.

Der 2. Bauabschnitt (siehe Plan: Allwetterplatz) wurde nicht mehr realisiert. Man überlegte, den Platz in der Halle auf einen Hartbelag umzurüsten, ebenso den daneben liegende Platz 3.

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Die Familie Burkert hörte auf und zog weg. Mit Christos Skaltsogiannis konnte ein neuer Platzwart gewonnen werden, der auch für die Bewirtung sorgen sollte. Sein Ouzo ist bei den wenigen verbliebenen Zeitzeugen noch heute legendär. Ein Platzbelegungsbuch wurde eingeführt und ein Münztelefon eingerichtet. Bis dahin wurde noch auf die Ehrlichkeit der anrufenden Mitglieder vertraut, die ihre Gebühren bar entrichten durften! Die Errichtung der drei neuen Plätze sollte 110000 DM kosten; 1/3 davon sollte durch einen Zuschuss des BLSV abgedeckt werden, der allerdings erst 1980 fließen würde! Die Expansion der Abteilung machte im gleichen Jahr noch die (nicht unumstrittene) Errichtung der Flutlichtanlage auf Platz 1 und 2 möglich. Der befreundeten Club in Kaltern/Südtirol, mit dessen Spielern man sich einmal im Jahr mal in Kitzingen, mal in Kaltern zu Freundschaftsspielen traf, hatte eine solche und die Vorstandschaft erhoffte sich durch sie eine Steigerung der Spielkapazitäten. Die Anlage war mit weiteren 12000 DM veranschlagt.

 

Blick über die oberen Plätze. Rechts hinter den Pappeln erkennt man schon einen der neuen Plätze (heute Platz 3)

Die Pappelallee wurde einige Male radikal gestutzt, da die Lichtverhältnisse auf Platz 2 in den Abendstunden durch Licht- und Schattenwechsel sehr ungünstig wurden.

Auf diesem Bild aus dem Sommer 1978 erkennt man im Vordergrund die frisch gepflanzte Ligusterhecke

Im Frühjahr Ende der 70er Jahre von der Platzwartwohnung aus fotographiert. Die Trauerweide auf der Terasse trieb gerade neu aus. Dahinter die noch neue Halle über dem damaligen Platz 3. Zu erkennen auch noch der Heizungsschacht zwischen den beiden Hallen, der die geheizte Luft von der alten Halle in die neue führte.
Stephan Behringer auf (dem heutigen) Platz 5 bei einem seiner damals gefürchteten Vorhanddrives. Die Pappelallee entlang der Auffahrt trieb zwar wieder neu aus, war aber noch so klein, dass man dahinter gut die beiden Hallen sehen kann.

 

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1976 wurde das Mehrzweckgebäude errichtet. Ursprünglich veranschlagte Kosten von 75000 DM wurden durch die Tätigkeiten und Beziehungen des Platzbeauftragten Willi Korbacher weit unterschritten. Seine großzügigen Sachspenden, seine Organisation von Maurerlehrlinge der Bauinnung und die Planungen von Statiker und Mitglied Ernst Mölter ermöglichen die Erstellung des Rohbaues für 16000 DM! Bereits im Sommer wurde Richtfest gefeiert. In diesem Jahr verzeichnete die Tennisabteilung mit 33% den größten Mitgliederzuwachs ihrer bisherigen Geschichte! Anfang 1976 hatte man 320 Mitglieder, im Sommer bereits 350, Anfang 1977 bereits 409! Die soeben vergrößerte Anlage war somit bereits wiederum ausgelastet...

Maurerlehrlinge der Bauinnung hatten das neue Mehrzweckgebäude der Tennisabteilung nach Plänen von Diplomingenieur Ernst Mölter hochgezogen. Leider existiert dieses Foto nur als Zeitungsbild. Man erkennt von rechts Martha und Ernst Mölter, Willi Korbacher, Johanna Engelhardt, Klaus Streck und Ingolf Klein.
Sommer 1978: die Tochter von Jugendwart Florian Gstatter, Monika, vor dem Rohbau der Platzwartwohnung, auf dem bereits das Dach fertig gedeckt war.

Platz 1 im Sommer 1978 (1979?), dahinter die beiden Hallen. Die neue Halle hatte bereits Lüftungstüren an der Stirnseite bekommen, um im Sommer für mehr Luftzirkulation zu sorgen. Die Pappeln entlang der Kaltensondheimer Straße hatten schon eine beachtliche Höhe erreicht.

Der Wunsch nach einer eigenen Platzwalze wurde laut geäußert.

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1977 erscheint die 1. Ausgabe des Bayern-Tennis. Aufgrund der hohen Nachfrage bei der Übungsleiterausbildung veranstaltete der BTV durch Verbandstrainer Rolf Huber bereits außerhalb der Sportschule Grünwald dezentrale Übungsleiterlehrgänge. In Unterfranken fanden solche ab 1974 ein paar Jahre bei uns in Kitzingen statt.

Der Neubau der Platzwartwohnung sollte nun fertiggestellt werden. 50000 DM waren an Kosten veranschlagt, welche über einen Kredit finanziert werden sollten. Man konnte es sich leisten. Vom Platzwart hatte man erfahren, dass er beabsichtige, in der Kitzinger Gastronomie tätig zu werden. Für den Fall wollte man sich nach einer neuen Lösung umschauen.
Wegen der schlechten Witterung im Frühjahr mit späten Nachtfrösten nutzte man die Zeit, um das Clubheim von innen zu renovieren.
Clubintern wurde es ab dieser Saison den Mitgliedern offiziell gestattet, beim Tennis farbige Kleidung zu tragen!
Erstmals wurde auch über eine Brunnenbohrung nachgedacht und es wurde ein Angebot über eine 2. Halle bei der Firma Losberger eingeholt. Danach ging es damit ganz schnell: bei einer Kampfabstimmung mit 5:4 Stimmen fasste der Vorstand schon kurz darauf den Beschluss, sie gleich für die kommende Wintersaison 77/78 zu bauen.
Im November 1977 bezog der neue Platzwart Klaus Hieb, ehemaliger Spieler der 1. und 2. Herrenmannschaft, mit seiner Familie die fertige, neue Platzwartwohnung. Die Anlage war ab sofort durchgehend erreichbar, da ein Apparat im Clubheim und einer in der Wohnung stand.

1979 traute man sich, eine Beitragserhöhung zu beschließen, um die Kosten für die vielen Anschaffungen zu decken. Die Hallen blieben weiterhin ein Thema. Die Sandplätze darin litten im Laufe des Winters sehr und man überlegte erneut, sie durch Kunststoffoberflächen zu ersetzen. Horst Schmidt erstellte diesbezüglich detaillierte Berechnungen. In Zuge derer wurde auch eine Versetzung der Hallen angedacht, um die 2 „verlorenen“ Freiplätze wieder zu gewinnen. Hauptthema diesbezüglich aber waren nach wie vor die explodierenden Heizkosten. Wie konnte man irgendwie Öl einsparen? Vielleicht durch straffere Belegungspläne, indem man Freistunden vermied, um nicht immer neu aufheizen zu müssen? 2 Jahre später sollte sich dann auch noch herausstellen, dass die Haut der älteren Halle porös wurde und man die Spieltemperatur auf maximal 6 Grad reduzieren musste - natürlich unter Reduzierung der Mietkosten...
Ein weiteres Dauerthema war die Flutlichtanlage, deren Lampen viel Energie verbrauchten und nur eine sehr begrenzte Haltbarkeit aufwiesen.

Auch im Jahre 1979 wurden Verhandlungen mit der Stadt Kitzingen über einen Kanalanschluß vorbereitet. Im Dezember hatten wir 440 Mitglieder. Befürchtete Austritte wegen der Beitragserhöhungen waren ausgeblieben und die Finanzen waren konsolidiert. Warum die Heizung in der Platzwartwohnung nach so kurzer Zeit schon wieder erneuert werden musste, konnte ich für diesen Rückblick nicht mehr nachvollziehen. Stolz war man auch, dass sich die beiden Hallen bereits amortisiert hatten. Winfried Manger wurde zur Entlastung von Horst Schmidt als 2. Kassenwart gewählt.

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1980er Jahre

1980 führte der BTV Spielerpässe ein. In diesem Jahr gab es wohl einen kleinen Einbruch bei den Mitgliederzahlen, denn Anfang 1981 wurde von 406, Ende des Jahres von 419 Mitgliedern berichtet.

Die Turngemeinde opferte einen Teil ihres Florian-Geyer-Geländes für die Erweiterungen der Repperndorfer- und der Jahnstraße. Insbesonders die B8-Kreuzung bedurfte einer umfassenden Erweiterung, so dass das TGK-Denkmal weichen musste. Man wusste zunächst nicht genau, wo man es hinbringen sollte, entschied sich aber gegen eine Einlagerung und errichtete es an der Kaltensondheimer Straße neu, dort wo es heute noch steht.
Ein Komplettverkauf der gesamten Anlage an die Stadt war für den Hauptverein fortan Überlegung und Plan, der Preis dafür stand im Mittelpunkt der Verhandlungen. Außerdem beschäftigte die Frage, wohin man mit den Abteilungen wegziehen sollte. An die Kaltensondheimer Straße zur Tennisabteilung? Oder in das Gebiet der Anlagen oberhalb des Bahnhofes? Die Leichtathleten nutzten bereits das Sickergrundstadion. Einige Turnräte sahen dort die Zukunft des ganzen Vereins. Auch die Stadt Kitzingen fand dies durchaus einer Überlegung wert. Allerdings hätte dafür das Gelände an der Kaltensondheimer Straße verkauft werden müssen. Noch im Januar 1983, als der Geyer-Platz-Verkauf an die Stadt vollzogen wurde, wurde ernsthaft darüber nachgedacht. Warum der Turnrat im Juli dann beschließt, weitere Grundstücke an der Kaltensondheimer Straße zu erwerben und dort eine Tennishalle (1. Bauabschnitt), eine Ballspielhalle (2. Bauabschnitt) und 2 weitere Tennisfreiplätze zu bauen, war aus den Unterlagen nicht direkt ersichtlich. Die Vorstandschaft der Tennisabteilung war immer für einen Verbleib. Möglicherweise war diese Tatsache ein Grund. Vielleicht auch, weil am Sickergrund schwieriger brauchbare Grundstücke zu bekommen waren. Vielleicht lag es aber auch an den Anstrengungen, die Horst Schmidt jahrelang unternahm, um eine neue Tennishalle zu bauen. Nachdem er über 10 Jahre die beiden alten Hallen verwaltet hatte, wusste er nur zu gut, dass diese beiden Energieschleudern nicht mehr zeitgemäß waren und dass sie ebenso wenig den Abonnenten auf Dauer den angemessenen Spielkomfort bieten konnten. Auch die Tatsache, dass es eine 3-Feld-Halle wurde entsprang seinen Berechnungen zur Rentabilität einer solchen Einrichtung.

Anfang April 1982 war die Platzwartwohnung wieder neu zu vermieten. Die Ära mit Klaus Hieb war zu Ende. Im Dezember endeten zwei weitere wichtige Abschnitte: Klaus Streck zog sich vom Posten des 1. Vorstandes der Tennisabteilung zurück. Willi Korbacher war fortan nicht mehr für die Platzanlage zuständig. Die Mitgliederversammlung wählte ein 5er-Gremium zum neuen Vorstand. Vorstandssprecher war Horst Schmidt, Ressort Finanzen war in den Händen von Winfried Manger, Jugendwart wurde Norbert Filla, Sportwart Norbert Henneberger und Schriftführerin Johanna Engelhardt.
Um die Plätze 1 und 2 wurde ein neuer Zaun gebaut, da der alte durchrostete.

Im Jahr 1983 richtete die Tennisjugend im Frühjahr komplett die Plätze her. Mit Kurt Friedel konnte zwar ein neuer Platzwart (auch für die Bewirtung) gewonnen werden. Allerdings hatte er gleich zu Beginn seiner Tätigkeit einen Unfall mit der Walze und war deshalb zunächst nicht einsatzfähig.
Es wurde eine neue Ballmaschine angeschafft. Und es wurde überlegt, ob man die Flutlichtanlage nicht endlich abklemmen sollte...

Auf diesem Plan sind alle beabsichtigten Baumaßnahmen aufgeführt. Bauabschnitt 1 war die Tennishalle, 2 war die Ballspielhalle und schließlich sollten noch 2 weitere Plätze auf dem noch aufzuschüttenden Gelände gebaut werden

 

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Kaum war die Entscheidung zugunsten der Kaltensondheimer Straße gefallen, ging es im Sommer 1983 auch schon mit dem 1. Bauabschnitt los. Der ehemalige Platz 4 rechts war schon von der alten Halle befreit, nun war die neue Halle dran.
Kaum 12 Jahre war es her, dass diese Hallen eine großen Einschnitt für die Kitzinger Tennisspieler bedeutet hatten, waren sie doch vorher während des Winters gezwungen, fast ein halbes Jahr Tennispause einzulegen.

Das vor 2 Jahren hierher versetzte Denkmal der Turngemeinde wachte über den Fortgang der Abrissarbeiten. Die Pappeln entlang der Straße und entlang der Auffahrt zum Clubheim standen noch.
Nur der ursprüngliche Zaun mit den weißen Pfosten stand hier noch, musste aber bald darauf auch der neuen Tennishalle weichen.

 

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Die einzelnen benötigten Elemente liegen bereit. Der Kran beginnt gerade mit der Errichtung der Stahlkonstruktion.
Das Ausmaß des Neubaus wird hier schon deutlich. Rechts zur Straße war bereits mit dem Aufmauern des kleinen Vorbaus (Umkleiden, Heizung) begonnen worden.

Da wo vorher 2 Plätze überdacht gewesen waren, überspannte die neue Halle jetzt 3 Spielfelder. Deswegen hatte auch der gesamte Parkplatz der Konstruktion weichen müssen.

 

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1984 wurde die Drainageschicht der Plätze 1 und 2 erneuert. Der Hauptverein war in Anbetracht der umfangreichen Baumaßnahmen an die Grenzen seiner finanziellen Möglichkeiten gelangt. Die Verwirklichung der 2 neuen Freiplätze 6 und 7 schien deshalb nach dem Bau der Tennishalle und dem anstehenden Bau der Ballspielhalle vorerst nicht möglich und wurde vom Turnrat auf die Zeit nach der Errichtung der Ballspielhalle verschoben. Im April 1984 hatte die Tennisabteilung aber bereits 450 Mitglieder und man hätte bei weiterhin nur 5 Spielfeldern einen Aufnahmestopp verhängen müssen. Deshalb beschloss die Vorstandschaft in einer knappen Abstimmung, der Turngemeinde die Zinsbelastung für die Plätze 6 und 7 abzunehmen. Unter anderem gab es aber auch Bedenken, dass sich das aufgeschüttete Gelände für den Neubau der Plätze schon ausreichend gesetzt hatte. Mit Murren stimmte der Turnrat dem Beschluss dann auch zu und die Plätze 6 und 7 wurden gebaut. Sie waren 1985 spielbereit. Dadurch konnten auch die Aufnahmegebühren wieder von 500 auf 300 DM reduziert werden. Eine zunächst notdürftige Treppe, die von der Bauaufsicht nicht abgenommen wurde und dann sogar mit einem Schild „Betreten verboten“ bestückt werden sollte, führte zu den beiden oberen Plätzen und ein Blockhaus als Regenschutz für die Spieler wurde neben Platz 6 errichtet. 1985 wurde für die Platzbelegung ein Magnetsystem eingeführt, welches sich aber nicht bewährte. Im Folgejahr kehrte man zu den Belegungslisten zurück.

Die Ballspielhalle wurde im Herbst des gleichen Jahres eröffnet. Weitere beabsichtigte Maßnahmen für die Anlage waren der Bau eines Brunnens (immer noch), die Renovierung des Clubheimes und die Instandsetzung der Trainingswand. Außerdem sollte eine neue Walze für die oberen Plätze angeschafft werden. Im Dezember wurde Alwin Helbig zum Platzwart bestimmt. Das TGK-Grundstück an der Kaltensondheimer Straße hatte 24236 qm.

1986 konnte man mit dem damaligen Betreuer der erfolgreichen Handballmannschaft, Ewald Baumüller, das 500ste Mitglied in der Tennisabteilung begrüßen. Im Herbst des gleichen Jahres waren es dann sogar schon 574 Mitglieder und man träumte von 2 weiteren Plätzen auf dem bereits vorhandenen Gelände. Der Hauptverein hatte zu dem Zeitpunkt übrigens 2150 Mitglieder! Falls man nicht die zwei weiteren Plätze 8 und 9 realisieren könne, plante man schon mit einer Mitgliedersperre.

1986 war sportlich das bis dahin erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Tennisabteilung. Beide aktiven Teams, Damen und Herren, wurden Bezirksligameister und stiegen in die überregionale Gruppenliga auf, welche damals die 3.-höchste Liga im Tennissport darstellte. (siehe Team-Archiv)

Die Auslastung der Tennishalle lag bei 87%, die der Ballspielhalle war nur in den Abendstunden zufriedenstellend. Im Turnrat überlegte man schon, ob man das Tennis-Jugendtraining nicht in der Ballspielhalle durchführen könne...

1987 genehmigte der Turnrat im Januar den Neubau von 2 weiteren Plätzen. Im gleichen Jahr entschloss sich Mitglied Adam Straßberger, auf der Tennisboom-Welle mitzuschwimmen und errichtete neben seinem Gewächshaus in Etwashausen an der Südbrücke 2 Freiplätze, die ab sofort von spielwilligen Tennisspielern auch ohne Mitgliedschaft in einem Verein gebucht werden konnten.

Platzwart Alwin Helbig informierte im Juli die Mitglieder, dass er die Bewirtung nicht weiter übernehmen wolle. Im November trägt Norbert Wittig erneut das Thema Vereinsheim im Turnrat vor. Willi Korbacher´s Vorschlag, eine stufenweise Lösung anzustreben, sollte dann in der Folgezeit richtungsweisend sein.

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Im Januar 1988 war davon die Rede, dass eine Renovierung des Clubheim langsam unumgänglich wurde. Insbesonders die sanitären Anlagen konnte man den Mitgliedern und Gästen kaum noch zumuten. Manchem Zeitzeugen zieht der strenge Geruch beim Betreten des Heimes heute noch in die Nase. Für die Verantwortlichen der Tennisabteilung war deshalb der Neubau des Duschtracktes das Wichtigere. Der Hauptverein wollte die rechte Hälfte auch abreißen und sogar eine Möglichkeit zum Aufstocken schaffen, träumte man doch von einem Vereinsheim für alle Abteilungen. Architekt Hans Stürzenhofecker rät dem Turnrat von einer Renovierung der vorhandenen Baracke ab. Als Übergangslösung, solange auf die BLSV-Zuschüsse gewartet werden musste, wird aus dem Kreis der Turnräte vorgeschlagen, zum Duschen in die Anlagen der beiden Hallen auszuweichen.

Der Tennisabteilung waren damals noch die Hände gebunden, da Darlehen über den Hauptverein laufen und der Turnrat hierfür die Entscheidungen treffen musste. Fest stand aber die Stufenlösung mit Sanitärbereich und die Tennisabteilung erhöhte wegen des geplanten Neubaus schon mal ihre Beiträge um 10%.

Im März ereignete sich ein enormer Wasserausbruch inklusive Erdabrutsch und weiteren Quellausbrüchen neben den oberen Plätzen. Platzwart Alwin Helbig konnte das Wasser über die hintere Rampe in die Kanalisation ableiten. Man wusste nicht, ob es an dem nassen Winter mit wenigen Frösten, an den getätigten Neubauten in den Marshall Hights (Texashäuser) gelegen oder ob sich das Wasser nach der Flurbereinigung nun neue Wege gesucht hatte.

In diesem Jahr 1988 wurde Frau Biedenbacher für die Bewirtung engagiert.

Im September wurde vom Turnrat endgültig der Neubau des Sanitärtraktes beschlossen, auch deswegen, weil Horst Schmidt den Anwesenden klarmachte, dass es keine Zuschüsse für eine Renovierung gäbe. Die Zinsbelastung musste die Tennisabteilung tragen. 100.000 DM mussten zur Vorfinanzierung der erwarteten Zuschüsse aufgenommen werden. Im Falle von Überschreitung der Kostenvoranschläge bestand der Turnrat darauf, informiert zu werden, um diese neu genehmigen zu können.

1989 war in punkto Neubau noch immer nichts passiert, weil der BLSV den Zuschuss noch nicht erteilt hatte und man deswegen noch nicht anfangen durfte. Im April plante man dafür den Bau zweier neuer Plätze (8 und 9), die diesmal jedoch vom Hauptverein finanziert werden sollten.
Frau Eva Emrich übernahm die Bewirtung

Im Oktober 1989 wurde in einer Arbeitsaktion der Mitglieder die linke Hälfte der Clubbaracke abgerissen, um an ihrer Stelle den Sanitärbereich neu errichten zu können. Im Vorstand wurde nach einer Lösung für das Parkplatzproblem gesucht. Überlegt wurde, ob man das Grundstück oberhalb der Plätze 6-9 kaufen solle, oder mit Hilfe einer Brücke über den Essbach auf der anderen Bachseite Parkplätze schaffen könne. Horst Schmidt wird einer der drei 2. Vorstände im Hauptverein mit Schwerpunkt Revision.

Auch diese Variante war damals vorübergehend in Erwägung gezogen worden, wohl aber aus Kostengründen wieder verworfen worden. Ein in den Hang gebautes, völlig neues TG-Clubheim

 

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1990er Jahre

Im März 1993 kommt es zu einer umfassenden Neuorganisation der Turngemeinde. So wird der Turnrat durch einen Beirat abgelöst, in der jede Abteilung das gleiche Stimmrecht hat. Die neue Satzung bringt den einzelnen Abteilungen mehr Selbstständigkeit. Toni Baum wird Nachfolger von Eugen Herbach als 1. Vorsitzender. Sein Vertreter wird Erich Knappe, der aus der Tennisabteilung hervorgegangen war. Horst Schmidt wird (in einer Kampfabstimmung) zum 2. Revisor gewählt. Da er in diesem Amt nicht gleichzeitig Abteilungsvorstand sein konnte, übergab er das Ruder an Norbert Wittig. Der übte den 1. Vorsitzenden vorerst in Personalunion mit seinem Amt als Jugendwart aus. Nach dem Ausscheiden von Alwin Helbig als Platzwart übernahmen Konny Ettinger und Georg Werst gemeinsam das Amt des Platzwartes. Sie führten auch gleich einige Verschönerungen am Clubheim durch übernahmen die Instandsetzung der Plätze. Der neue Mieter, die Familie Maurer, übernahm im Sommer 1993 die Bewirtung.

Die Abteilung hatte im März 1993 573 Mitglieder, 1994 wird von 556 berichtet. Der Scheitelpunkt der Mitgliederentwicklung war wohl überschritten.

Dem Sturm Wiebke fiel Ende Februar 1990 die schöne Trauerweide zum Opfer, die bis dahin auf der Terasse des Clubheims für Schatten gesorgt hatte. Im Hintergrund der noch unfertige Rohbau des Sanitärtraktes

In einer Gemeinschaftsaktion installierten die 1. Herren mit ihrem Coach Georg Scheibenberger noch vor der Beginn der Gruppenligasaison neben Platz 5 eine geräumige Tribüne. Das Bild stammt aus der Vereinszeitung. Balken markieren den geplanten Tribünenbau.

Am Hang erkennt man noch die von Platzwart Alwin Helbig installierte Holztreppe zu den oberen Plätzen.

Bilder unten: Konny Ettinger (links) und Georg Werst übernahmen 1993 gemeinsam das Amt des Platzwartes.

   

Im September 1995 wurde in der TGK-Tennishalle der neu verlegte Teppichboden in einer kleinen Feierstunde eingeweiht. Der 1. Vorsitzende der Turngemeinde Toni Baum spricht hier gerade zu den zahlreichen Gästen. Links Tennis- Abteilungsleiter Norbert Wittig, rechts der damalige Oberbürgermeister von Kitzingen, Dr. Érwin Rumpel
Trainer Norbert Henneberger leitete zur Unterhaltung der Gäste ein Training mit einigen jugendlichen und aktiven Tennisspielern.

Thomas Klühspies beim Volley auf dem neuen Hallenbelag. Links Martin Mende und Markus Lermig, rechts Daniela Zvada und Andi Beck

1996 war das Clubturnier für unsere Jugendlichen noch mehr als heute der Höhepunkt des Jahres. Stolz präsentieren hier Jugendwart Dr. Günther Bauer und Vorstand Norbert Wittig Sieger und Platzierte der Meisterschaften. Im Hintergrund der Hang zu Platz 6 und 7, bei weitem noch nicht so bewachsen wie heute, hinter der Platzwartwohnung und links daneben stehen noch die Pappeln.

Im Juli 1997 auf der Tribüne neben Platz 5.

Wir erkennen den Schöpfer dieser Website, Wiegand Bauer, rechts Thomas Klühspies, links Kerstin Körner und Markus Lermig, mit dem Rücken zum Beobachter Sebastian Pfost.

Der Anbau hinter der Ballspielhalle, wo sich heute Gerätschaften und Trainingszubehör befinden, war noch nicht gebaut.

Am gleichen Tag der Blick auf die Tribüne mit (v.l.) Florian Delitz, Marco Bräutigam, Sebastian Pfost und Christian Reifenscheid (es war wohl bei einem Spiel der (damals jungen) Herrenmannschaft.

Deutlich zu erkennen die junge Trauerweide

Im Juli 1998 wurden die seit geraumer Zeit stillgelegten Lichtmasten von der Firma Gerlach (Fritz Gerlach war Mitglied bei uns) zu Fahnenmasten umgerüstet. Man plante mit einem "Förderkreis 2000" über den Förderverein der TGK Einnahmen für die aktiven Mannschaften zu generieren. Die Fahnenmasten sollten neben der Werbung auf den Zaunplanen u.a. ein wichtiges Element dieses Vorhabens sein.

Aus der Hebebühne ergaben sich vorübergehend ungewöhnlich "luftige" Aspekte auf die Tennisanlage. Auf Platz 2 ein Doppel der (damaligen) Damen 40 mit Helga Plömpel, Margot Neidel, Heidi Opas und Roswitha Trabert

Hinter Platz 1 und 2 war noch immer der Grashang, dahinter der kleine Zaun vor der Thuja-Hecke mit der Abschrägung oben, um mehr Bälle abzufangen, die vom Hang auf den Fahrweg zu springen drohten.

Die Pappelreihe entlang der Auffahrt hatte wieder schön ausgetrieben. Oben sieht man den schönen Garten, den die Lamparters damals auf dem jetzigen Parkplatz liebevoll angelegt hatten. Die Baumschule Pfister hatte großzügig Pflanzen gespendet. Es wuchs dort sogar ein kleiner Lindenbaum.

Links oben die wohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr alte Betontreppe, die Platzwart Heiner Lamparter geschalt und gegossen hatte.

1999 organisierte unser Heiner Zementplatten, die bei der Renovierung des Kitzinger Freibades entsorgt werden sollten und verlegte sie als Fahrspur für sein Fahrzeug. Links der Zaun zum Gärtchen, rechts die mittlerweile 40 Jahre alte Thuja-Hecke
Auch dieses Bild stammt aus dem Jahre 1998 und wurde bei den Unterfränkischen Meisterschaften der Aktiven aufgenommen, die anläßlich der 150-Jahr Feier der Turngemeinde zu uns auf die Anlage nach Kitzingen vergeben worden waren. Es zeigt den offensichtlich noch frischen Beton von Tribüne und Treppe und die junge Trauerweide, die damals den Zuschauern noch keinen Schatten spenden konnte.

Viel wurde damals für die junge, größtenteils aus den eigenen Reihen emporgewachsene Herrenmeisterschaft getan. Es sprach für das Engagement des Teams und für ihre Verbindung zu "ihrem" Verein, dass sie bei Arbeitseinsätzen nach Möglichkeit komplett angetreten sind.

(von links) Johannes Ruder, Ralf Schmidt, Florian Delitz, Björn Dietsch, Platzwart Heiner Lamparter und Norbert Henneberger

Hier kommt in Kürze weiterer Inhalt hinzu.

Haben Sie nicht ein Bild aus den 80er oder 90er Jahren, welches einen Eindruck von unserer Tennisanlage zur damaligen Zeit vermitteln kann?
Zum Beispiel vom Bau der Ballspielhalle oder dem Aufschütten des Geländes für die Plätze 6 bis 9? Oder dem Abriss der linken Hälfte der Clubbarracke vor dem Neubau des Sanitärtraktes? Oder auch sonst etwas interessantes?
Die Autoren würden sich jedenfalls über jedes geeignete Bild freuen, welches aus dem Kreis der Leser an sie weitergereicht wird.
Bitte wenden Sie sich an Katinka Theis oder an Norbert Henneberger

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Das Jahr 2006 sollte einschneidende Veränderungen an unserer Anlage bringen. Endlich konnte und sollte der rechte Teil des Clubheimes neu errichtet werden. Davor sollten aber noch einige der sehr hoch gewordenen Bäume gefällt werden. Dieses ist das letzte Bild, auf dem die beiden Birken noch zusehen sind, die die alte Treppe zum Clubheim säumten.

 
Auch die hohe Pappel vor Platz 5 fiel der Säge zum Opfer

Die Bäume hinter dem Clubheim wurden auch von den Profis entfernt, damit sie später nicht auf den Neubau stürzen konnten.
Um die alte Theke herum, die in den neuen Räumlichkeiten wieder verwendet werden sollte, errichtete unser Mitglied Jochen Böhm mit seiner Firma Böhm-Bau Markt Einersheim die Holzkonstruktion des neuen Vereinsheimes, welches von den Abmessungen her praktisch identisch mit dem vorherigen Gebäude war

 
Die noch offenen Fenster mit Planen verhängt, um der bevorstehenden kalten Jahreszeit bis zum Einbau der Fenster zu trotzen - die Türe, welche die Eingangstüre des früheren, kleineren Anbaus an der Tennishalle gewesen war, ist auf dem Bild bereits eingebaut - schließlich noch mit einem gut isolierten Dach versehen, überließ die Firma Böhm den Rohbau dem bereit stehenden Arbeitstrupp...

...der in den Herbst- und Wintermonaten 2006/2007 den Innenausbau des Vereinsheimes unter kompetenter Anleitung von Chefplaner und Vorarbeiter Konny Ettinger mit Bravour erledigte

 

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Schritt für Schritt erledigte der Bautrupp die vom Chef vorgegebenen Arbeiten mit großer Sorgfalt...
...und lösten auch unvorhergesehene Schwierigkeiten nebenbei mit der nötigen Hartnäckigkeit.

Große Hilfe war die gute Zusammenarbeit mit der Iphöfer Firma Knauf...
...und so nahm das Tennisheim durch die regelmäßige Samstagsarbeit über die Wintermonate nach und nach Form an

Für die Brotzeitpausen musste zunächst noch die Damenumkleide herhalten.
(von links) Horst Sammet, Christian Gückel, Heiner Lamparter, Dr. Günther Bauer, Konny Ettinger und Manfred Paul
Und dann war es geschafft. Im Sommer hatte die Tennisabteilung ihr neues Clubheim.

 

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"So, jetzt mach mer da no was" gibt der Vorarbeiter den Arbeitskräften Manfred Paul und Platzwart Heiner Lamparter im März 2007 den nächsten Auftrag...
Um die Parkplatzsituation endlich zu entspannen, hatte er die Idee, den Grashang hinter Platz 1 und 2 zu opfern und mit großen L-Steinen Parkraum oberhalb der beiden Plätze zu schaffen.

Zentimetergenau wurden die L-Steine mit einem Kran auf den planierten Boden gesetzt
Diese Bild erlaubt einen letzten Blick auf den Hang...

...bevor mehrere LKW-Ladungen Füllmaterial endgültig den Raum für den neuen Parkplatz schufen
Mit Kernbohrungen wurden danach noch die Hülsen für den Zeltanbau versenkt. Jedes verfügbare Kilo war hierbei wichtig! Konny Ettinger, Johann Dietsch und Heiner Lamparter gaben mit Hilfe von weiterem schweren Gerät alles...

...damit das Gestänge für das Zelt errichtet werden konnte

 

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2010

Die letzten aus Anfangszeit der Anlage stammenden Pappeln hinter der Platzwartwohnung wurden immer höher und drohten bei einem stärkeren Sturm auf das Haus zu stürzen. Im März 2010 wurden sie in einer größeren Holzaktion entfernt.
Aus dem aufgebauten Steiger eröffneten sich seltene Anblicke auf unsere Anlage. Der Abstellplatz zwischen Gebäude und Pumpenhaus war noch nicht mit der gelben Plastikplane überdacht.

Hier das Clubheim, der mittlere Teil vor 3 Jahren erstellt, rechts das neue Zelt über der Terasse.
Blick über die Tennishalle, noch mit dem alten Dach und ohne Photovoltaik, auf die Kaltensondheimer Straße

Blick ins Baugebiet, welches direkt neben Platz 7 angrenzt
...und in Richtung Platz 8 und 9, rechts dIe Marshall Hights, hinten die Texashäuser. Man sieht, dass hinter dem Gelände der Tennisanlage noch überraschend große Flächen bis zu dem ehemaligen Wohngebiet der Amerikaner vorhanden sind.

 

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Im Juli des gleichen Jahres befestigten ein paar starke Männer - freundlicherweise unterstützt durch einen Kranführer der Firma Rank-Bau - den Hang am oberen Parkplatz mit großen Bruchsteinen.
Zentimetergenau wurden die Brocken auf die neue Mauer gehievt

Im Jahre 2011 wurden Dach und Seitenwand der Tennishalle sowie das Dach der Ballspielhalle von der Firma Böhm, Markt Einersheim erneuert. Die alten, asbesthaltigen Deckplatten mussten aufwändig entsorgt werden. Beide Dächer wurden schließlich mit großflächigen Photovoltaikanlagen bestückt.

 
Nach der Medenrunde 2015 wurden die Plätze 1 und 2 sowie die oberen Plätze 6 bis 9 aufwändig mit einem innovativen Belagaufbau und mit

komfortablen Beregnungsanlagen ausgestattet. Die Plätze waren von nun an ganzjährig bespielbar und bedurften keiner Frühjahrsinstandsetzung mehr.

 

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2020  

Die Trauerweide, die der Tribüne Schatten spendet, mußte geschnitten werden, da die oberen Äste bereits weit  in den Platz 5 wuchsen. Danke an Wolfgang (Braun), der das Rollgerüst der Firma Spillner zur Verfügung stellte.